Künstliche Intelligenz (KI) ist ein unglaublich leistungsfähiges Werkzeug. Sie kann Inhalte erstellen, Fragen beantworten und als interaktiver Lernpartner dienen.
Durch das rasante Tempo und den selbstbewussten Ton entsteht manchmal der Eindruck, dass jede von einer KI generierte Antwort zu 100 % korrekt sein muss. Diese Erwartungshaltung ist verständlich, aber es ist wichtig, die Funktionsweise und die aktuellen Grenzen von KI realistisch einzuschätzen.
Grundsätzlich gilt, dass KI-generierte Inhalte einen kritischen und bewussten Umgang fordern, genauso wie das mit Internetseiten oder Social-Media-Posts der Fall ist.
KI ist leistungsstark, aber (noch) nicht perfekt
Die Fortschritte in der KI-Technologie sind enorm und die Qualität der Ergebnisse verbessert sich rasant. Heutige KI-Modelle sind Meister der Mustererkennung und Sprachgenerierung.
Sie "denken" jedoch nicht wie ein Mensch und besitzen kein echtes Wissen oder Bewusstsein. Ihre Antworten basieren auf komplexen statistischen Wahrscheinlichkeiten, die aus riesigen Datenmengen berechnet wurden. Das macht sie unglaublich nützlich, aber nicht unfehlbar.
Qualitätssicherung bei der Inhaltserstellung
KI als Werkzeug
Wenn du als Lehrperson KI zur Erstellung von Lerninhalten, wie zum Beispiel Quizfragen nutzt, kann dies den Arbeitsaufwand deutlich reduzieren. Die KI liefert oft einen guten ersten Entwurf.
Die finale Verantwortung und die inhaltliche Expertise liegen jedoch bei dir.
- Aktive Überprüfung: Prüfe vor der Freigabe für Lernende die sachliche Richtigkeit aller von der KI erstellten Fragen und Antworten.
- Didaktische Anpassung: Stell sicher, dass die Formulierungen und der Schwierigkeitsgrad zu deinen Lernzielen und deiner Zielgruppe passen.
- Nutz die KI als Co-Pilot: Sieh die generierten Vorschläge als Grundlage, die du überprüfst, anpasst und verfeinerst. Brians Funktionalitäten erlauben es dir, neue Antworten zu generieren und sparen dir auch hierbei Zeit.
Bei der Erstellung von fixen Inhalten wie einem Quiz kannst du als Lehrperson die Qualität zu 100 % sichern, indem du die KI-Vorschläge als Entwurf behandelst und selbst redigierst. Wie du dazu beitragen kannst, dass sich die KI in KI-Dialogen möglichst korrekt verhält, kannst du hier nachlesen.
Herausforderung bei interaktiven Chats
Bei den Formaten mit Live-Interaktion, wie KI-Dialogen, dem KI-Tutor oder Chatbots, erhalten Lernende Antworten in Echtzeit. Dadurch ist eine vollständige Überprüfung aller möglichen KI-Antworten im Voraus nicht möglich.
In diesen Situationen können Fehler auftreten. Die KI kann Informationen falsch interpretieren, Zusammenhänge übersehen oder im schlimmsten Fall "halluzinieren" – also Informationen erfinden, die plausibel klingen, aber sachlich falsch sind.
Wir arbeiten kontinuierlich daran, diese Fehlermöglichkeiten einzugrenzen, indem wir die neuesten und besten Modelle einsetzen. Es gibt jedoch auch Möglichkeiten, wie du selbst dazu beitragen kannst, dass die KI sich möglichst korrekt verhält.
- Genaue Instruktionen & Kontext: Nebst genauen Instruktionen empfehlen wir zudem der KI alle notwendigen Informationen und/oder die richtigen Antworten mitzugeben. So muss die KI nicht selbst „nachdenken“ und kann sich auf das mitgegebene Material bzw. den Lösungsschlüssel beziehen.
- KI-generierter Lösungsschlüssel: Wenn kein Lösungsschlüssel vorliegt, kann per KI (z.B. bei der Erstellung eines KI-Dialogs per Chatbot) ein solcher erstellt und in den Instruktionen verankert werden.
- Moderne "Reasoning"-Modelle: Bei komplexen, z.B. mathematischen oder grammatikalischen Aufgaben, kann man zudem auf die fortgeschrittenen Modelle umsteigen. Diese sind zwar langsamer, halluzinieren jedoch weniger häufig.